Buenos Dias und Grüezi

Willkommen auf unserer Reisewebseite. Im Frühjahr 2012 entschieden wir uns, die Welt etwas genauer zu erkunden. Am 23. April 2013 haben wir der Komfortzone Schweiz adieu gesagt und bei Koblenz die Grenze Richtung Welt überquert. Seitdem sind wir unterwegs, und haben nicht die Absicht,  daran etwas zu ändern. Hier berichten wir nun über Eindrücke, Erfahrungen  und Begegnungen beim Unterwegssein. Wir bemühen uns, die Seite mit "News" aktuell zu halten und es freut uns, wenn du ab und zu bei Slouli reinstöberst.

 

 

Peru - Hochlandroute in der Regenzeit

15. März 2017

Von Cusco aus möchten wir durch das Hochland und dann hinunter an die Küste nach Pisco fahren. So unser Plan. Die gedachte Route dabei, führt auf der Hochlandtraverse über Abancay bis nach Ayacucho. Von dort aus dann das "Sahnehäubchen", eine einsame, spektakuläre und abenteuerliche Strecke über Lircay, Huancavelica, Castrovirerreyna nach Pisco. Laut Empfehlung von Marcos, einem jungen Peruaner, dem wir in Chile begegnet sind, eine der schönsten Strecken in Peru überhaupt. Nur, es ist Regenzeit und das bedeutet hier, das ein Durchkommen nicht immer möglich und eigentlich nicht kalkulierbar ist. Gemäss unserem Reiseatlas soll die "Sahnehäubchenstrecke" immer noch Erdpiste sein und somit für uns mit unserem Fahrzeug undenkbar. Was nun? Wir beschliessen, erst mal bis Ayacucho zu fahren,um dort vor Ort weiter zu entscheiden. Wir sind uns aber auch einig, nur asphaltierte Strecken zu befahren, ansonsten lassen wir die Finger davon. Nach fünf Tagen erreichen wir Ayacucho und etwas später die Abzweigung Richtung Lircay. Unschlüssig beraten wir die Situation. Die Strasse sieht super aus und das Wetter ist tiptop. Doch beides kann sich später rasch ändern. Fredi kommt uns zur Hilfe, ein Einheimischer, der uns versichert, das die Route neu geteert und gut befahrbar ist. Also los! Und was sollen wir sagen. Fredi hatte recht. Die Strasse war durchgehend asphaltiert - im Prinzip. Ausser dort, wo sie gerade nicht vorhanden war, wegen sich verabschieden nach unten, zugedeckt werden von oben oder unterspült werden von der Seite. Ferner hat Fredi vergessen zu erwähnen, das Flüsse ja nicht zum Strassennetz zählen und daher auch keinen Anspruch auf Asphaltierung haben. Und das die neuerstellte Betonbrücke bei Huancavelica schon wieder der Vergangenheit angehört und der Verkehr somit über eine 30 km lange, landschaftlich zwar reizvolle, dafür miserable, schritttempozwingende Feldpiste umgeleitet wird, konnte Fredi weder wissen, noch etwas dafür. Item! Am 8. März erreichten wir das Meer. Unser Fazit: Die Route ist landschaftlich toll, atemberaubend spektakulär und endlos kurvig. Und nun auch (im Prinzip) durchgehend Asphaltiert. Wir würden sie jederzeit wieder fahren. Aber um keinen Preis mehr während der Regenzeit. Unser Abenteuerhunger ist nachhaltig zufriedengestellt. 

und die Bilder dazu

Peru - auf dem Weg nach Cusco

24. Februar 2017

Am 29. Januar haben wir Chile Adieu gesagt und sind bei Arica über die Grenze nach Peru eingereist. Nach 6 Wochen karger Wüste und den einsamen schönen Hochebenen im Norden von Argentinien und Chile sind wir immer noch überwältigt von der Vielfalt und dem prallen Leben, welches uns hier in Peru begegnet. Im Hochland beeindrucken die in steilste Berghänge gebauten, jahrhunderte alten ausgeklügelten Terassen- und Bewässerungsanlagen, die sich bis weit über 4000 m Höhe hinaufziehen. Ein grandioses Zusammenspiel zwischen Natur und Kultur, die dem Auge schmeichelt und gleichzeitig den Verstand überfordert. Des weiteren die quirligen, farbenfrohen Wohlfühlstädte Arequipa und Cusco, die uns zum längeren bleiben einladen, aber eben auch Juliaca, einem Ort, dem wir so rasch als möglich zu entfliehen suchten. Wobei "rasch" relativ zu verstehen ist. Denn der Zustand der Hauptverkehrsstrasse ist dergestalt, das du denkst, fälschlicherweise ein ausgetrocknetes Flussbett erwischt zu haben. Und das in einer 100`000 Einwohner Stadt wohlgemerkt. Gäbe es einem Wettbewerb um die dreckigste und chaotischte Stadt, würde Juliaca mit Sicherheit auf`s Podest kommen. 

                                            auf dem Patapampa-PassÜber den 4910 m hohen Patapampa-Pass fahren wir ins fruchtbare Colca -Tal und blicken hinunter in dessen Canyon, der tiefer ist als sein berühmter Verwandter in den USA. Auf der Weiterfahrt Richtung Cusco erkunden wir das in keinem Reisebuch erwähnte, und darum besonders reizvolle Tinajani-Tal. Ein weiterer Abstecher unternehmen wir zum Rio Apurimac und schwanken staunend über die 60m lange Inka-Hängebrücke Q'eswachaca, die nur aus Pflanzenfasern bestehend, noch immer alle zwei Jahre erneut "gezöpfelt" werden muss. Über weitere wunderschöne Streckenabschnitte, uns immer in Höhen zwischen 3200 und 4000m "bewegend", erreichen wir schliesslich Cusco. Damals absolutes Zentrum und Hauptort des Inkareichs und somit "Nabel der Welt". In der Neuzeit übrigens auch wieder, jedenfalls für tausende Maccu Picchu-Besucher aus aller Welt. Abgesehen davon ein charmanter Ort, wo man durchaus längere Zeit bleiben kann. Und das tun wir denn auch. Zwischendurch übt sich Regula als normale Touristin und unternimmt einen organisierten 2-Tagesausflug auf diese Weltbekannte Ruinenanlage, währenddessen ich "zuhause" zum rechten schaue. Unser nächster Plan nun, auf der Hochlandroute Richtung Norden, soweit jedenfalls,wie es die Regenzeit und die damit zeitweise unpassierbaren Pisten es erlauben.  

 

Das Glück des kleinen Budget`s

23. Dezember 2016  

Langzeitreisende wie wir haben oft die Situation, - sehr bescheidenes Budget, dafür unendlich viel Zeit. Daraus folgt, organisierte Touren zu den touristischen Sehenswürdigkeiten überlassen wir meistens den anderen. Unser Vorteil wiederum, wir können Gebiete erkunden und entdecken, die in keinem Reiseführer erwähnt, in keiner Tour angeboten werden, einfach weil sie zu entfernt, zu abgelegen oder nur mühevoll erreichbar sind. Das bedeutet nach endloser Holperei (für uns) und grösster Anstrengung (für unser Fahrzeug) jeweils grosse Belohnung. Grandiose Natur, für uns allein und dies zum Nulltarif, - oder eben das Privileg -, mehr Zeit als Geld.

In den zwei Bildergalerien Beispiele davon:

im "Ziegental", Region Chos Malal, Argentinien

Einträge: 1 - 2 von 12

im Valle Hermoso, Region Malargüe, Argentinien

von Häusern, Kirchen und Kartoffeln

28. November 2016

Es war einmal eine Insel. Ihre Bewohner, - Fischer und Bauern -, lebten seit eh und je friedlich in ihren bescheidenen Hütten. Sie hatten keine Uhren, besassen aber jede Menge Zeit. Zudem je ein Huhn, ein Schwein und eine Kuh. Jeden Tag fuhren sie mit ihren Booten auf`s Meer hinaus oder bearbeiteten ihre Kartoffeläcker. Sie waren Meister im erstellen von schrulligen Schindelhäusern und wunderschönen Holzkirchen. Sie glaubten an den Waldgeist "El Trauco" und das es besser sei, keine Brücke zum Festland zu erstellen. Denn mit dem Fortschritt kommt Stress und Hektik, drei Dinge also, die ihnen bisher fremd waren. Und so soll es auch bleiben. Bis in alle Ewigkeit. Und dann kam der Tourist. Nein, das ist kein Märchen, das ist Chiloe! 

und die Bilder dazu

Ruta 12 - ein lohnender Umweg 

15. November 2016
 
Geometrielehrsatz; Die kürzeste Verbindung von A (Valdes) nach B (Esquel) ist bekanntlich die Gerade (Ruta 25). Doch reizvoller ist oft eben die Gekrümmte (in diesem Fall die Ruta 12). Deshalb also bei Paso del Indio rechts weg und 4 Tage lang immer schön den Windungen des Rio Chubut folgend, 300 Kilometer Schotterpiste geniessend in Kauf genommen.
Unser Fazit einmal mehr, der "Umweg" hat sich gelohnt und Geometrie ist eben auch nicht alles im Leben. 
 

 

Valdes - ein aussergewöhnlicher Ort

07. November 2016
 

Start in Paraguay - Ziel die Halbinsel Valdes an der Atlantikküste von Argentinien. Dazwischen liegen 3000 Kilometer Fahrt durch die Pampa, dem Hinterland Argentiniens. Gestoppt wird jeweils zum tanken, zum Übernachten und zum Fahrerwechsel. Viel Interessantes gibt es nicht zu sehen,zumal der zeitweise sinflutartige Regen die Sicht gegen Null tendieren lässt. Die Idee dieses Unterfangens; - Walbeobachtung im Golfo Nuevo. Zuerst noch ein Besuch bei der grössten Papageienkolonie der Erde, in den Steilklippen bei Viedma. Dann endlich Ankunft auf der Halbinsel. Nach dieser langen Strecke unsere bange Erwartung, sind diese grössten Meeressäuger noch da? Hat sich die ganze Fahrerei "gelohnt"? Die letzten Meter hinunter zum Felsplateau und -was treffen wir an? Nein, nicht die Wale, dafür etliche "alte Reisebekannte". Ein grosses Hallo allerseits, die Wiedersehensfreude rundherum gross. Und ja, die Hauptdarsteller seien auch noch hier, die Vorstellung noch nicht beendet. Also parken wir uns in die erste Reihe, dem Logenplatz sozusagen. Wer sonst hat schon das Glück, dem täglichen spielen, springen, fluken und prusten dieser friedlichen Giganten vom Wohnzimmer aus zuzuschauen? Wir sind uns einig, es gibt keinen Ort, wo wir im Moment lieber sein möchten.

Regula und Jörg

Regula unterwegs in Paraguay, Jörg in Herisau, Schweiz

ein "Episödchen"

Wir fahren der Colca-Schlucht entlang. Nachtplatzsuche ist angesagt. Grundbedingungen, da Regenzeit, ebener, fester Platz, mit leichtem Gefälle nach vorne. Nicht so einfach und oft etwas stressig....

Cusco Impressionen

Einträge: 1 - 6 von 13

Fahrt über den Paso Agua Negra

Einträge: 1 - 1 von 14

Kontakt

Unterwegs

E-Mail:  frischi-tcm@bluewin.ch